Konzert in der Kirche am Lietzensee
Herbartstr. 4-6, 14057 Berlin
am 5.5.2019 um 5 Uhr nachmittags
in der Reihe Titans rising www.titansrising.de

Canto llano la Spagna
Der Vokalpolyphonie des 16. Jahrhunderts steht in Spanien die höfische Kunst der Vihuelisten an der Seite, dies verschmilzt mit Musik und Poesie der Mauren, sephardischen Juden und Überlieferungen aus westgotischer Zeit zu einer einzigartigen populären Kultur in romanischer Sprache.
Mittendrin sehen wir die Laute, das Instrument, welches durch arabische Vermittlung nach Europa gelangte. Man fügte dem arabischen Oud die Bünde zu, und ermöglichte so die erste, polyphone und aufgeschriebene Musik für ein Soloinstrument.
An dieser Schnittstelle forschen der deutsche Lautenist Andreas Arend und der syrische Oud-Virtuose Obeid Alyousef. Es sind alte Schätze zu heben, aber auch neue Kombinationen liegen auf der Hand. Das Patronat hat die spanische Sopranistin June Telletxea, eine profunde Kennerin der Romanzen, Villancicos und anderer Gesänge jener Zeit.

Werbeanzeigen

Alchemie der Klänge

August 17, 2018

KONZERT im Rahmen der Uckermärkischen Musikwochen
Sonntag, 26. August 2018 / 15.00h
Kirchlein im Grünen / Alt Placht, Densow bei Templin Eintritt € 15 / 10
gemüt1574sauber

Das Heidelberger Lautenbuch des Sebastian Ochsenkun entstand 1558 auf Bestellung seines Dienstherrn, dem Kurfürsten Ottheinrich von der Pfalz. Es ist war das bis dato umfänglichste seiner Art in Deutschland, und spiegelt die krasse Fortschrittlichkeit in der kurzen Amtszeit des Fürsten. Dieser in vieler Hinsicht schwergewichtige Kunstmäzen, ständig in Geldnot, ließ im Apothekerturm des Heidelberger Schlosses ein alchemistisches Labor einrichten, wo man nach dem Stein der Weisen suchte, vielleicht auch nach dem Rezept für die Herstellung von Gold.
Die erlesen besetzte Kapelle und sein Lautenist Ochsenkuhn spielten und sangen ihm seine Lieblingsmusik vor, Motetten der Großen wie Josquin des Près, Charles Mouton, auch deutsche Gesellschaftslieder von Gregor Petschin oder Caspar Othmayr, und italienische Madrigale und französische Chansons.
Das Konzertprogrammen beinhaltet diese Mischung, und wird ergänzt von zeitgenössischen Texten, etwa von Hans Sachs, dem Nürnberger Schumacher, der der Welt aufs Maul zu schauen verstand.

June Telletxea und Jan Kobow, Gesang
Matthias Müller, Gambe / Niklas Trüstedt Gambe und Sprecher
Andreas Arend, Laute und musikalische Leitung

 

 

Vita in Ligno

Februar 23, 2018

christus portrait plakat VITA IN LIGNO 25.März 2018, 20 Uhr
Heilandskirche Moabit, Thusnelda-Alle 1, 10555 Berlin, Eintritt €10/8

Vita In Ligno Moritur ist eine Passionsmotette von Ludwig Senfl. Sie wurde für Laute intavoliert, das heißt arrangiert und mit Verzierungen ausgekleidet von Sebastian Ochsenkuhn. Ochsenkuhn war Lautenist des pfälzischen Kurfürsten Ottheinrich, der 1558 in Heidelberg ein repräsentatives Buch mit solchen Intavolierungen herausgeben ließ. Dieses Konzert umfaßt ausser Vita In Ligno auch deutsche geistliche Lieder von Ludwig Senfl und Gregor Petschin, eine Motette von Clemens non Papa (intavoliert von Valentin Bakfark) sowie das Stabat Mater von Josquin des Près (intav. Ochsenkuhn). Josquins berühmtes Stabat Mater parodiert den Tenor des Chansons Comme Femme Desconforte von Gilles Binchois, welcher ebenfalls zu hören sein wird. Zum Stabat Mater präsentieren wir einen neuen Kontrapunkt für Sopran. Er ist eine zeitgenössische, virtuose Auseinandersetzung mit dem alten Meisterwerk.

June Telletxea, Sopran. Andreas Arend, Renaissancelaute

Probenmitschnitt aus der Motette Circumdederunt Me Viri Mendaces von Jacobus Clemens non Papa, Intavolierung Valentin Bakfark.

Freitag, 3. Juni 2016, 20.00 Uhr
Theater o.N.
Kollwitzstrasse 53, 10405 Berlin

EPOS IX die Erzählung geht weiter – Reihe für Literatur und Musik

45360014

Historia von Dr Johann Fausten

Die gesammelten Legenden um den „weitverschreyten Schwarzkünstler“ erschienen 1587 bei dem Frankfurter Buchdrucker Johann Spieß. Der anonyme Autor machte den Mythos Faust damit bis weit über die Grenzen des deutschen Sprachraums und seine Zeit hinaus bekannt. Auf dieser Grundlage gestalten wir den Abend mit erlesener Musik, zum Beispiel von Orlando di Lasso, aber auch jüngeren Komponisten. Illustre Gäste helfen uns dabei:
Adrian Rovatkay am Fagott und als Maler / Bühnenbild
Beatrix Hülsemann, Violine
Max Hattwich, Stromgitarre
Julian Trüstedt, juristische Einschätzung des Falls
Präsentiert von Andreas Arend und Niklas Trüstedt (auf dem Foto|grafiert von Julian Trüstedt)

LIEDER.SONGS.CANCIONES.

am 19. Mai 2016, 20 Uhr
Luftraum Schöneberg, Maienstraße 4,
10787 Berlin, U-Bahnhof Nollendorfplatz,
Tel: 030 211 58 90

am 21. Mai 2016, 20 Uhr
und Familienkonzert am 22. Mai, 12 Uhr
Kammermusiksaal Friedenau, Isoldestr. 9
12159 Berlin, S+U Bundesplatz
Tel: 030 8 59 19 25
musica mit laute joh walter
___________________________Frau Musica_____________________

Liedgut der frühen Neuzeit, meist auf Deutsch. Kennern zergehen Titel wie „Die Brünnlein die da fließen“, „Einstmals in einem tiefen Thal“ oder „Es wolt ein Maidlin Wasser holn“  wie besagtes Wasser im Munde.
Damit nicht genug präsentieren wir lustige Intermezzi zwischen den alten Liedern. Dabei werden June Telletxea, Sopran und Andreas Arend, Laute unterstützt vom Potsdamer Jaye Consort, das auf vier baulich feinstens aufeinander abgestimmten Violen da Gamba musiziert.
Am 22.Mai dann das Familienkonzert mit dem „Ohrwurm“, der Kinder und Erwachsene durch Teile der oben beschriebenen Klanglandschaften geleiten wird.
Zitat aus dem „Ohrwurm“-Lied: „Ich höre gerne Lachen, und solche Sachen / und denke gern daran wie, wie schön ein Tag sein kann“
Ein Tag? drei Tage! Lieder, Songs und Canciones.

 

 

The Seafarer in Altfriedland

September 2, 2015

Samstag, 12.09.2015, 16.00 Uhr
Klosterruine Altfriedland im Oderbruch (bei Neuhardenberg)

tumblr_l824e5snsv1qamx1xo1_500

THE SEAFARER
Die wahre Geschichte eines Seefahrers, der liebte, sich trennte, auf den Weg machte, über die Meere segelte und – zurückkehrte.
Englische Lute-songs von John Dowland (1562-1626) und anderen, „Come again“, „Come away, come sweet love“, aber auch „Come, heavy sleep“. Dazu die „Humorous Pavin“ von Cpt. Hume, und die Vertonung des angelsächsischen Gedichts aus dem 10. Jahrhundert, The Seafarer. Extra für dieses Programm wurde eine spezielle Drehleier gebaut, die auch erklingen wird.

Werke von: John Dowland, Tobias Hume, Thomas Morley, Thomas Robinson und anderen.
Artemision-Ensemble. June Telletxea, Sopran, Andreas Arend Laute, Niklas Trüstedt, Viola da Gamba

Freitag, 8. November 2013
20 Uhr
Theater o.N. 
Kollwitzstr. 53
10405 Berlin

EPOS – die Erzählung geht weiter VI | Reihe für Literatur und Musik

Gugemar
Oper von Tristan Chèvrefeuille nach Marie de France, mit einem Intermezzo

DCF 1.0

Eine Ritter – und Liebesgeschichte, übersetzt um 1200 vom Bretonischen in das Französische, für ein normannisches Publikum in England. Die Autorin ist Marie de France, wahrscheinlich eine hohe Adelige, deren Identität aber bis heute nicht geklärt ist.
Eigentlich sollte noch Niklas Trüstedts Stück „Der Stein der Weisen oder Abel und Wieland“ aufgeführt werden, es muß wegen Krankheit entfallen. Wir hoffen sehr auf ein anderes Mal. Beiden Stücken sollte der gleiche Prolog verbindend voranstehen, und er steht jetzt am Anfang des Konzertes: ein Gedicht von Hermann Hesse, das die romantischen Abgründe magischen Denkens gleichermassen beschwört, wie es ihnen eine charmante Absage erteilt.

Hannah Puschke, Sprecherin, June Telletxea, Gesang und Harmonium, Andreas Arend, Laute und E-Gitarre, Wilfried Staufenbiel, Gesang, Sahra Perl, Viola da Gamba, Gisla Burkhardt, Bühnenbild

unterm Sternenhimmel…

August 31, 2013

Musik auf den Spuren von Galileo Galilei
Am 14.9.2013 um 16.00 in der Klosterkirche Altfriedland / OderbruchKlosterkirche_Altfriedland_Innen_2Die Galileis und die Musik – eine Familiengeschichte, die mit Vincenzo Galilei beginnt. Er, der als Lautenist der Spätrenaissance traditionellen Pfaden folgte, sorgte als Musiktheoretiker mit radikalen Forderungen für Kontroversen. Für diese sorgte auch sein erster Sohn Galileo Galilei, Mondbeobachter mit dem Fernrohr, Physiker, Kopernikaner und Angeklagter der Inquisition. Um den damaligen Papst Urban VIII. erklang die Musik von Kapsperger, Frescobaldi und anderen großen Musikern. Galileos Bruder Michelangelo Galilei war Lautenist in München und hinterließ ein Buch mit Sonaten für sein Instrument.

ArtemisionEnsemble: June Telletxea, Sopran; Rahel Mai, Violine, Niklas Trüstedt, Viola da Gamba und Stimme; Andreas Arend, Laute und Theorbe.

The Seafarer

Januar 6, 2013

Altenglische Lieder zur Laute

Samstag, 12. Januar 2013
19.00
Alte Feuerwache Eichwalde
Bahnhofstraße 79
15732 Eichwalde
Eintritt 8/4 €

Kogge_stralsund

The Seafarer umfasst Lute-songs und Solomusik für Laute, aber auch die Vertonung eines angelsächsischen Gedichts (aufgezeichnet um das Jahr 990), welches den Kontrapunkt zu Werken von John Dowland, William Byrd und anderen bildet.
Einige Zeilen daraus:

hū Ic earmecearig īscealdne sǽ
winter wunade wræccan lāstum
winemǽgum bidroren,
bihongen hrīmgicelum. Hæl scūrum flēag.
þǽr ic ne gehŷrde būtan hlimman sǽ,
īscaldne wǽ.

Wie ich, armes und trauriges Wesen, in eiskalter See,
den Winter verbrachte,
auf den Pfaden des Exils
ohne Landsmänner/Freunde. Hagel flog in Stürmen,
Dann (zu dieser Zeit) hörte ich nichts ausser dem Knurren der See,
der eiskalten Wellen

 

28. Oktober 2011
20 Uhr
Theater o.N.
Kollwitzstr. 53
10405 Berlin
Tel.: 030 4409214
Email: info@theater-on.com

Epos – die Erzählung geht weiter IV
Johann Fischart:
Affentheurlich Naupengeheurliche Geschichtklitterung

Von Thaten und Rhaten der vor kurtzen langen unnd je weilen Vollenwolbeschreiten Helden und Herren Grandgoschier Gorgellantua und deß Eiteldurstlichen Durchdurstlechtigen Fürsten Pantagruel von Durstwelten, Königen in Utopien, Jederwelt Nullatenenten und Nienenreich, Soldan der Neuen Kannarien, Fäumlappen, Dipsoder, Dürstling, und OudissenInseln: auch Großfürsten im Finsterstall und Nubel NibelNebelland, Erbvögt auff Nichilburg, und Niderherren zu Nullibingen, Nullenstein und Niergendheym.
Etwan von M. Frantz Rabelais Frantzösisch entworffen: Nun aber überschrecklich lustig in einen Teutschen Model vergossen, und ungefärlich oben hin, wie man den Grindigen laußt, in unser MutterLallen über oder drunder gesetzt.
Auch zu disen Truck wider auff den Ampoß gebracht, und dermassen mit Pantadurstigen Mythologien oder Geheimnusdeutungen verposselt, verschmidt und verdängelt daß nichts ohn das Eisen Nisi dran mangelt.
Durch Huldrich Elloposcleron
präsentiert von Andreas Arend, June Telletxea und Niklas Trüstedt
und einem Überraschungsgast!