Chronica 1599

August 5, 2019

Zwei Konzerte

Musik im Kloster Altfriedland
Samstag, 17. August, 16h / Klosterruine Altfriedland im Oderbruch

Uckermärkische Musikwochen 2019
Sonntag, 18. August, 16 h / Kaffeemühle Lychen, Stabenstr. 2

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Matthäus Waissel, Pfarrer in Ostpreussen, ließ 1572 seine erste Sammlung von Musik für Laute in der Universitätsstadt Frankfurt an der Oder drucken. Der Inhalt zeichnet sich durch Leichtigkeit, Abwechslungsreichtum und sprühende Virtuosität aus.  Vokalwerke stehen instrumentalen Tänzen und Fantasien gegenüber. Ein schillerndes musikalisches Panorama seiner Zeit wird erklingen, wenn wir uns dem Lautenbuch widmen, um darin verborgene Schätze zu heben.

1599 veröffentlichte Waissel die „Chronica alter preussischer, eifflendischer und churlendischer Historien“. Ein ganz anderes Werk! Hier erzählt er in besonnenen Worten die Geschichte seines Landes, angefangen von der Beschreibung des ursprünglichen Volks der Pruzzen, der Gründung des deutschen Ordensstaates, dessen Ausbreitung, Geschick und Auflösung, bis in Waissels eigene Gegenwart. Dies bildet hier die Rahmenerzählung um seine Musik.

Der aus Memel gebürtige Lyriker Johannes Bobrowski (gest. 1965) scheint manchmal fast an Waissels Aussagen anzuknüpfen. Auch Bobrowski wird an dem Abend zu Wort (und Ton) kommen. Waissel, dem Vielschichtigen, wäre das sicherlich recht!

Musik von Claudin de Sérmisy, Jaques Arcadelt, Mathäus Waissel, Christian Hollaender, Clemens non Papa u.a.
Texte von Matthäus Waissel und Johannes Boborowski

June Telletxea Sopran, Christoph Burmester Tenor
Niklas Trüstedt Viola da Gamba und Sprecher, Andreas Arend Laute und Konzept

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Freitag, 7. April 2017, 20.00 Uhr

Theater o.N.
Kollwitzstrasse 53, 10405 Berlin

EPOS X – die Erzählung geht weiter – Reihe für Literatur und MusikRepin_Leskov_Nikolaj_picture_1988-89years
Nikolai Leskow, porträtiert von Ilja Repin 1888-89 Jahre

Die Inspiration zur Reihe EPOS kommt von Walter Benjamins Essay „Der Erzähler“ (1936).  Mit letzterem ist der Schriftsteller Nikolai Lesskow gemeint. Die zehnte und damit Jubiläumsausgabe der Reihe ist nun ihm gewidmet.
Lesskows (wahre?) Erzählung „Der Toupetkünstler“ ist im Rußland nach den napoleonischen Kriegen angesiedelt. In der Stadt Oriol unterhält Graf Kamenskij ein Privattheater mit leibeigenen Darstellern. Der „Toupetkünstler“ hat die Schauspielerinnen zu frisieren.
„Der Erzähler weiß dem Hörer Rat…“ schreibt Benjamin über Lesskow. Und das ist gut so, sonst wäre die Geschichte fast zu intensiv um sie zu ertragen.

Wie immer wird großer Wert auf die Verbindung von Wort und Musik gelegt. So erklingen neben Zwischenmusiken zur Geschichte Werke von Ludwig van Beethoven und anderen.
Präsentiert von Niklas Trüstedt, Sprecher und Violone, June Telletxea, Singstimme und Harmonium, und Andres Arend, Gitarre und Klarinette.

An dieser Stelle noch ein Wort im Namen des Theaters o.N.
Der Mietvertrag der Spielstätte soll ab Juli 2017 nicht mehr verlängert werden.. Mehr darüber auf der Seite des Theaters
http://www.ton.ahornblau.com/index.php?id=3
Soweit bekannt gibt es jeden Freitag eine Aktion zum Erhalt des Standorts an der Kollwitzstr. 53. Das Theater o.N. hat nicht nur uns über Jahre beherbergt, sondern ist, neben seinen vielfältigen anderen Aktivitäten, eine der herausragenden Adressen für Kindertheater in Berlin.

Das Wüste Land im Radio

Februar 8, 2017

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Am 11.2.2017 um 20.05 Uhr wird das Nordwestradio den Mitschnitt von „Das Wüste Land“ aus dem Sendesaal Bremen (siehe unten die Ankündigung) senden.
„Eine perfekte Aufführung“ schrieb die Neue Musikzeitung. Hier der Link zum Nordwestradio.

http://www.radiobremen.de/nordwestradio/index.html#

 

The Waste Land

Oktober 5, 2016

Freitag, 14.Oktober 201619.30h
Wunderkammer Werkstatt
Thomasstr. 61, 12053 Berlin. U8 Leinestr. / Ringbahn Hermannstr.
Eintritt 10/5€
und
Sonntag, 16. Oktober, 18.00h
Bremen Sendesaal
Bürgermeister-Spitta-Allee 45, 28329 Bremen
Eintritt 20/12€

THE WASTE LAND

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Foto: Rolf Schöllkopf

June Telletxea, Gesang | Andreas Arend, Laute | Niklas Trüstedt, Rezitation
Weiteres unter
http://www.radiobremen.de/nordwestradio/veranstaltungen/harmonien-der-welt/termine112.html
und
http://www.ensemble-wunderkammer.com/werkstatt/

 

Freitag, 3. Juni 2016, 20.00 Uhr
Theater o.N.
Kollwitzstrasse 53, 10405 Berlin

EPOS IX die Erzählung geht weiter – Reihe für Literatur und Musik

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Historia von Dr Johann Fausten

Die gesammelten Legenden um den „weitverschreyten Schwarzkünstler“ erschienen 1587 bei dem Frankfurter Buchdrucker Johann Spieß. Der anonyme Autor machte den Mythos Faust damit bis weit über die Grenzen des deutschen Sprachraums und seine Zeit hinaus bekannt. Auf dieser Grundlage gestalten wir den Abend mit erlesener Musik, zum Beispiel von Orlando di Lasso, aber auch jüngeren Komponisten. Illustre Gäste helfen uns dabei:
Adrian Rovatkay am Fagott und als Maler / Bühnenbild
Beatrix Hülsemann, Violine
Max Hattwich, Stromgitarre
Julian Trüstedt, juristische Einschätzung des Falls
Präsentiert von Andreas Arend und Niklas Trüstedt (auf dem Foto|grafiert von Julian Trüstedt)

Freitag, 30. Oktober 2015
20 Uhr
Theater o.N.
Kollwitzstr. 53
10405 Berlin

EPOS – die Erzählung geht weiter VIII | Reihe für Literatur und Musik

Das Wüste LandthunderDas Gedicht „Das wüste Land“ (original: The Waste Land, von T.S.Eliot) entstand in den frühen 1920er Jahren und erlangte große Bekanntheit. Es steckt voller Zitate, Andeutungen, vielschichtiger Verbindungen und geht mit seiner eigenartigen Stimmung doch sehr ans Herz. Die Legende berichtet, daß man es nachts in Oxford mit Megaphon aus dem Fenster des Studentenheims rezitiert hat.
Dazu gibt es neue Musik aus einer Sammlung von Stücken für Theorbe, Laute und Stimme, „Bubbles“. Es erklingt z.B. die Sonate für Chitarrone, das Rondeau „La Friteuse“, oder -als Intermezzo- die vertonten Sicherheitsbestimmungen für Fluggäste.
Präsentiert von June Telletxea, Andreas Arend und Niklas Trüstedt.
Special guest expected!

 

Reise um die Welt

August 18, 2015

Sonntag, 30. August 2015, 15 Uhr
Kirchlein im Grünen Alt Placht (zwischen Templin und Lychen)
im Rahmen der Uckermärkischen Musikwochen 2015

A VOYAGE ROUND THE WORLD
Musik und Text zur zweiten Südseexpedition von Captain James Cook

Georg Forster: Halcyon leucocephala acteon

Georg Forster: Halcyon leucocephala acteon

Kaum war das Schiff »Endeavour« im Jahre 1771 wieder [von der Entdeckung und Inbesitznahme Australiens durch Captain James Cook und seine Mannschaft] nach England zurückgekommen, als man auf Befehl seiner Majestät schon den Entwurf zu einer neuen Reise machte, auf welcher die südlichen Gegenden unserer Erdkugel weiter erforscht werden sollten. Zwei tüchtige, starke Schiffe, die »Resolution« und die »Adventure«, wurden ausgerüstet und die Kapitäne James Cook und Tobias Furneaux zu Befehlshabern ernannt. Am 11. Juni erhielten mein Vater und ich Befehl, die Reise gleichfalls zu unternehmen, um Gegenstände der Naturgeschichte zu sammeln, zu beschreiben und zu zeichnen. In möglichster Geschwindigkeit rüsteten wir uns zu diesem Vorhaben und schickten innerhalb neun Tagen unsere Reisegerätschaften an Bord der »Resolution«.
…aus dem Buch „Reise um die Welt“ von Georg Forster.
Musik von J.Ch.Bach, C.F.Abel, G.F. Händel und anderen

The George Forster Group: June Telletxea, Sopran, Juan Ullibarri, Blasinstrumente, Andreas Arend, Laute, Niklas Trüstedt, Viola da Gamba und Sprecher.

THU WAS DU WILT

August 7, 2014

Narr-a-torium
nach François Rabelais GARGANTUA

Im Rahmen der Uckermärkischen Musikwochen
am Samstag, 16. August 2014, 16.00 h
Kunsthof Barna von Sartory
Dorfstr. 24
17326 Grimme bei Brüssow
Telefon: 039742 89017 mobil: 0171 365 97 11

gargantua mirapolis

Was kan ein Spiegel dazu, daß er ein lützelhüpschen lützelhüpsch anzeigt? Die Sonn wirt darum nicht wüst, wann sie schon Wasser auß Pfitzen ziecht. Solt ich nit ein geistlichen Text under eine Weltliche weiß singen können? O mein lieben Gäst, ich sahe den Bettlerdantz auch wol grosse Herren dantzen…
Ein unterhaltsames Konzert mit selten gehörter, doch fesselnd schöner alter Musik, und darauf bezogenen neuen Kompositionen.
Der Leitfaden ist das Buch „Gargantua“ von François Rabelais, derbe Satire über ein Geschlecht von Riesen und utopische Vision für ein besseres Leben zur Zeit der beginnenden Reformation.

THU WAS DU WILT – ist die eine und einzige Regel des Ordens, den Gargantua stiftet.
Aus seinem Chanson „La Guerre“, opulentes Schlachtengemälde zur Verherrlichung eines Sieges des französischen Königs Franz I., schuf Clément Janequin die Messe „La Bataille“. Dieser Zusammenhang bildet den musikalischen Rahmen des Konzertes, begleitet von dem offen und versteckt wiederkehrenden Chanson „Joyssance vous donneray“ von Claudin de Sermisy.
Solt ich nit ein geistlichen Text under ein Weltliche weiß singen können?
Machen wir uns, wie der Legende nach Rabelais´ letzter Satz vor seinem Tod lautete, „auf die Suche nach dem großen Vielleicht“.

Die Ausführenden
Niklas Trüstedt (Berlin): Narr-a-tor, June Telletxea (Vitoria-Gasteiz): Sopran, Teppo Lampela (Helsinki): Alt und Bariton Andreas Arend (Berlin): Laute, Guimbarde und Marionette
Das PantagruelistenConsort Helsinki-Berlin: Bjarte Eike (Kopenhagen): Violine, Georg Kallweit (Melzow): Viola, Laura Kajander (Helsinki): Viola, Thomas Pitt (Helsinki): Bassvioline

 

Helitropio d´Amor

August 4, 2014

Sonntag,  10. August 2014,  17 Uhr

Krosno Odrzańskie (Crossen) PL: Konzert im Festsaal des Piastenschlosses

Heliotrop - J. Telletxea 2014

Heliotrop

Helitropio d´Amor –

dieses Programm, benannt nach einer Kantate von Alessandro Scarlatti, verbindet Barockmusik im französischen Stil mit solcher im italienischen. Die beiden Stile werden oftmals zurecht als Gegensatz gesehen, trotzdem haben sie manches gemeinsam.
Werke von Alessandro Scarlatti, Michel Pignolet de Monteclair, Marin Marais, Giuseppe Vaccari u.a.

June Telletxea: Sopran, Niklas Trüsdedt: Viola da Gamba, Andreas Arend, Laute

Aria***

Oktober 11, 2013

Musik um das Lamento d´Arianna

kommt nach Dresden
ins Palais im großen Garten
am Dienstag den 15.0.2013 um 14.30h und 19.30h.faunxlMusik um Claudio Monteverdi und das Arianna Projekt im Rahmen des Heinrich Schütz Musikfestes 2013.

Mit June Telletxea, Ophira Zakai, Thomas Friedlaender, Niklas Trüstedt und Andreas Arend