Aktuell
Februar 19, 2020
EPOS XI – die Erzählung geht weiter
Reihe für Literatur und Musik
Freitag, 6. März 2020, 19.00 h
Luftraum Berlin
Maienstrasse 4, 10787 Berlin
ORIGINALE

Wir führen die Reihe weiter! Das letzte Mal war Nikolaj Leskow gewidmet.
Es hat sich in der Zwischenzeit so viel entwickelt, daß unmöglich alles in einen Abend passt. Wir beginnen mit dem Sekundenzeiger: ein populärer Autor – und viel Musik.
ORIGINALE – wann und warum ist etwas echt?
Lesung von Stanisław Lem, Cd-Präsentation, neue Musik für Consort mit einem geheimnisvollen neuen Instrument – und anderes.
Von June Telletxea, Gesang, Niklas Trüstedt, Stimme+ und Andreas Arend Lyra Aurea
erlesene Gäste:
Emmanuelle Bernard, Viola und Violine
Max Hattwich, Theorbe
Miguel Pérez Iñesta, Baßklarinette
Chronica 1599
August 5, 2019
Zwei Konzerte
Musik im Kloster Altfriedland
Samstag, 17. August, 16h / Klosterruine Altfriedland im Oderbruch
Uckermärkische Musikwochen 2019
Sonntag, 18. August, 16 h / Kaffeemühle Lychen, Stabenstr. 2
Matthäus Waissel, Pfarrer in Ostpreussen, ließ 1572 seine erste Sammlung von Musik für Laute in der Universitätsstadt Frankfurt an der Oder drucken. Der Inhalt zeichnet sich durch Leichtigkeit, Abwechslungsreichtum und sprühende Virtuosität aus. Vokalwerke stehen instrumentalen Tänzen und Fantasien gegenüber. Ein schillerndes musikalisches Panorama seiner Zeit wird erklingen, wenn wir uns dem Lautenbuch widmen, um darin verborgene Schätze zu heben.
1599 veröffentlichte Waissel die „Chronica alter preussischer, eifflendischer und churlendischer Historien“. Ein ganz anderes Werk! Hier erzählt er in besonnenen Worten die Geschichte seines Landes, angefangen von der Beschreibung des ursprünglichen Volks der Pruzzen, der Gründung des deutschen Ordensstaates, dessen Ausbreitung, Geschick und Auflösung, bis in Waissels eigene Gegenwart. Dies bildet hier die Rahmenerzählung um seine Musik.
Der aus Memel gebürtige Lyriker Johannes Bobrowski (gest. 1965) scheint manchmal fast an Waissels Aussagen anzuknüpfen. Auch Bobrowski wird an dem Abend zu Wort (und Ton) kommen. Waissel, dem Vielschichtigen, wäre das sicherlich recht!
Musik von Claudin de Sérmisy, Jaques Arcadelt, Mathäus Waissel, Christian Hollaender, Clemens non Papa u.a.
Texte von Matthäus Waissel und Johannes Boborowski
June Telletxea Sopran, Christoph Burmester Tenor
Niklas Trüstedt Viola da Gamba und Sprecher, Andreas Arend Laute und Konzept
Canto llano la spagna
Mai 3, 2019
Konzert in der Kirche am Lietzensee
Herbartstr. 4-6, 14057 Berlin
am 5.5.2019 um 5 Uhr nachmittags
in der Reihe Titans rising www.titansrising.de

By Diego Delso, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=30515443
Canto llano la Spagna
Der Vokalpolyphonie des 16. Jahrhunderts steht in Spanien die höfische Kunst der Vihuelisten an der Seite, dies verschmilzt mit Musik und Poesie der Mauren, sephardischen Juden und Überlieferungen aus westgotischer Zeit zu einer einzigartigen populären Kultur in romanischer Sprache.
Mittendrin sehen wir die Laute, das Instrument, welches durch arabische Vermittlung nach Europa gelangte. Man fügte dem arabischen Oud die Bünde zu, und ermöglichte so die erste, polyphone und aufgeschriebene Musik für ein Soloinstrument.
An dieser Schnittstelle forschen der deutsche Lautenist Andreas Arend und der syrische Oud-Virtuose Obeid Alyousef. Es sind alte Schätze zu heben, aber auch neue Kombinationen liegen auf der Hand. Das Patronat hat die spanische Sopranistin June Telletxea, eine profunde Kennerin der Romanzen, Villancicos und anderer Gesänge jener Zeit.
Alchemie der Klänge
August 17, 2018
KONZERT im Rahmen der Uckermärkischen Musikwochen
Sonntag, 26. August 2018 / 15.00h
Kirchlein im Grünen / Alt Placht, Densow bei Templin Eintritt € 15 / 10

Das Heidelberger Lautenbuch des Sebastian Ochsenkun entstand 1558 auf Bestellung seines Dienstherrn, dem Kurfürsten Ottheinrich von der Pfalz. Es ist war das bis dato umfänglichste seiner Art in Deutschland, und spiegelt die krasse Fortschrittlichkeit in der kurzen Amtszeit des Fürsten. Dieser in vieler Hinsicht schwergewichtige Kunstmäzen, ständig in Geldnot, ließ im Apothekerturm des Heidelberger Schlosses ein alchemistisches Labor einrichten, wo man nach dem Stein der Weisen suchte, vielleicht auch nach dem Rezept für die Herstellung von Gold.
Die erlesen besetzte Kapelle und sein Lautenist Ochsenkuhn spielten und sangen ihm seine Lieblingsmusik vor, Motetten der Großen wie Josquin des Près, Charles Mouton, auch deutsche Gesellschaftslieder von Gregor Petschin oder Caspar Othmayr, und italienische Madrigale und französische Chansons.
Das Konzertprogrammen beinhaltet diese Mischung, und wird ergänzt von zeitgenössischen Texten, etwa von Hans Sachs, dem Nürnberger Schumacher, der der Welt aufs Maul zu schauen verstand.
June Telletxea und Jan Kobow, Gesang
Matthias Müller, Gambe / Niklas Trüstedt Gambe und Sprecher
Andreas Arend, Laute und musikalische Leitung
Aktuell
August 7, 2018
INSPIRATION – italienischer Gusto in Europa
Klosterruine Altfriedland bei Neuhardenberg
Samstag, 11.8.2018
16.00 h

June Telletxea, Gesang | Veronika Skuplik, Violine | Andreas Arend, Theorbe
Werke von Claudio Monteverdi, Carlo Gesualdo, Simone Molinaro und anderen
Vita in Ligno
Februar 23, 2018
VITA IN LIGNO 25.März 2018, 20 Uhr
Heilandskirche Moabit, Thusnelda-Alle 1, 10555 Berlin, Eintritt €10/8
Vita In Ligno Moritur ist eine Passionsmotette von Ludwig Senfl. Sie wurde für Laute intavoliert, das heißt arrangiert und mit Verzierungen ausgekleidet von Sebastian Ochsenkuhn. Ochsenkuhn war Lautenist des pfälzischen Kurfürsten Ottheinrich, der 1558 in Heidelberg ein repräsentatives Buch mit solchen Intavolierungen herausgeben ließ. Dieses Konzert umfaßt ausser Vita In Ligno auch deutsche geistliche Lieder von Ludwig Senfl und Gregor Petschin, eine Motette von Clemens non Papa (intavoliert von Valentin Bakfark) sowie das Stabat Mater von Josquin des Près (intav. Ochsenkuhn). Josquins berühmtes Stabat Mater parodiert den Tenor des Chansons Comme Femme Desconforte von Gilles Binchois, welcher ebenfalls zu hören sein wird. Zum Stabat Mater präsentieren wir einen neuen Kontrapunkt für Sopran. Er ist eine zeitgenössische, virtuose Auseinandersetzung mit dem alten Meisterwerk.
June Telletxea, Sopran. Andreas Arend, Renaissancelaute
Probenmitschnitt aus der Motette Circumdederunt Me Viri Mendaces von Jacobus Clemens non Papa, Intavolierung Valentin Bakfark.
Colours
August 21, 2017
Konzert im Rahmen der Uckermärkischen Musikwochen
Sonntag, 27. August 2017, 16.00 Uhr
Scheune Gutshof der deutschen Romantik Bülowssiege, Am Dammsee
http://www.uckermaerkische-musikwochen.de
Coulour, Farbe, ist die Übersetzung des indischen Wortes Raga. Ein Raga ist eine Art Tongeschlecht und einer der wichtigsten Bausteine der klassischen indischen Musik.
Das lateinische Wort color kann in der Renaissance für Verzierungen stehen, mit denen die ausübenden Musiker in das Material bestehender Werke eingreifen, und sie damit wesentlich verändern. Das Programm enthält europäische Musik der Renaissance und klassische indische Ragainterpretation. Ausgezeichnete Musiker stehen für die Qualität der Darbietungen – eine klingende Farbenexplosion.
Ensemble Südostpassage
June Telletxea, Gesang | Doron Sherwin, Zink | Andreas Arend, Laute und Theorbe | Thomas Pitt, Bassvioline | Sebastian Dreyer, Sitar | Ravi Srinivasan, Tabla.
EPOS X – die Erzählung geht weiter
März 29, 2017
Freitag, 7. April 2017, 20.00 Uhr
Theater o.N.
Kollwitzstrasse 53, 10405 Berlin
EPOS X – die Erzählung geht weiter – Reihe für Literatur und Musik
Nikolai Leskow, porträtiert von Ilja Repin 1888-89 Jahre
Die Inspiration zur Reihe EPOS kommt von Walter Benjamins Essay „Der Erzähler“ (1936). Mit letzterem ist der Schriftsteller Nikolai Lesskow gemeint. Die zehnte und damit Jubiläumsausgabe der Reihe ist nun ihm gewidmet.
Lesskows (wahre?) Erzählung „Der Toupetkünstler“ ist im Rußland nach den napoleonischen Kriegen angesiedelt. In der Stadt Oriol unterhält Graf Kamenskij ein Privattheater mit leibeigenen Darstellern. Der „Toupetkünstler“ hat die Schauspielerinnen zu frisieren.
„Der Erzähler weiß dem Hörer Rat…“ schreibt Benjamin über Lesskow. Und das ist gut so, sonst wäre die Geschichte fast zu intensiv um sie zu ertragen.
Wie immer wird großer Wert auf die Verbindung von Wort und Musik gelegt. So erklingen neben Zwischenmusiken zur Geschichte Werke von Ludwig van Beethoven und anderen.
Präsentiert von Niklas Trüstedt, Sprecher und Violone, June Telletxea, Singstimme und Harmonium, und Andres Arend, Gitarre und Klarinette.
An dieser Stelle noch ein Wort im Namen des Theaters o.N.
Der Mietvertrag der Spielstätte soll ab Juli 2017 nicht mehr verlängert werden.. Mehr darüber auf der Seite des Theaters
http://www.ton.ahornblau.com/index.php?id=3
Soweit bekannt gibt es jeden Freitag eine Aktion zum Erhalt des Standorts an der Kollwitzstr. 53. Das Theater o.N. hat nicht nur uns über Jahre beherbergt, sondern ist, neben seinen vielfältigen anderen Aktivitäten, eine der herausragenden Adressen für Kindertheater in Berlin.
Nachtmusik Theorbe
November 21, 2016
Samstag, 26.11.2016, 22.00 h
Radialsystem V
Holzmarktstr. 33, 10243 Berlin
Billets: 030 288 788 588
http://www.radialsystem.de
NACHTMUSIK THEORBE
Andreas Arend spielt Werke von Giovanni Girolamo Kapsperger (1580-1651) und neue Musik für Theorbe.
Kapsperger war einer der ersten Meister dieser Basslaute des 17. Jahrhunderts. Sie fällt durch ihre langen und sonoren Baßsaiten auf – beeindruckt aber bei näherem Hinsehen und Hinhören durch die Fähigkeit, sowohl Operndramatik monteverdischer Prägung gerecht zu werden, als auch intime Botschaften in die Stille senden zu können – epochenübergreifend.
